Eisbären kommen in Neu-Ulm unter die Räder …

VfE Ulm/Neu-Ulm – ESV Burgau: 7 – 1 (2-1; 2-0; 3-0)

Es hätte ein schönes und spannendes Eishockeyspiel sein können, hätten beide Schiedsrichter einen besseren Tag gehabt.

Im ersten Drittel wurden auf beide Seiten Angriffe immer wieder unterbrochen, wegen Fouls die nur die Unparteiischen als solche sahen, alle Zuschauer schüttelten den Kopf, wenn mal wieder die Tür an der Strafbank geöffnet wurde.

Als beim Stand von 2-1 Patrick Meissner ohne sichtbaren Kontakt gegen die Bande krachte, bekam Benjamin Arnold eine 5 + Spieldauer aufgebrummt. Dies war auch der Knackpunkt des Spiels. Die Eisbären schafften es diese lange Zeit fast komplett unbeschadet zu überbrücken, kassierte kurz vor Ende aber noch das 3-1. Als dann ein Burgauer regelrecht vor den Augen des Unparteiischen von den Beinen geholt wurde, sah dieser die Situation ganz anders, ließ weiterspielen und die Ulmer kamen sofort zum 4-1.

Davon erholten sich die Burgauer nicht mehr, Kraft, Konzentration und Lust ließen nach, die Ulmer spielten nun wie ausgewechselt und hätten gut noch zweistellig gewinnen können.

Ulm bleibt damit verdient in die Landesliga, die Eisbären müssen sicher noch mal nachsitzen, der Gegner wird erst nach dem Sonntagsspiel gegen Reichersbeuern (ab 18:00 Uhr im Burgauer Eispalast) feststehen.

Genau dieser SCR hat heute gegen Trostberg mit 9:3 gewonnen. Um den 3.Platz zu sichern muss nicht nur ein Sieg her, dieser Sieg muss höher ausfallen als das 6:2 aus dem Hinspiel. Selbst der 4.Platz ist in Gefahr, Forst lauert mit nur einem Punkt Rückstand auf die Eisbären, das könnte den Heimvorteil in die Playdowns kosten!

Torfolge:
00:22   1-0   Kyle Armstrong (Ronny Zientek)
09:19   1-1   Niklas Arnold (Benjamin Arnold / Alexander Rehle)
19:52   2-1   Manfred Jorde (Mike Dolezal / Ronny Zientek)
35:50   3-1   Armin Nussbaumer (Ronny Zientek / Manfred Jorde)
37:18   4-1   Fabio Valenti (Martin Lamich / Manfred Jorde)
40:19   5-1   Niklas Dschida (Louis Delsor / Kyle Armstrong)
52:43   6-1   Andre Aschenbrenner (Benedikt Stempfel / Fabio Valenti)
58:38   7-1   Mike Dolezal (Kyle Armstrong / Ronny Zientek)

Strafen: Ulm 22 / Burgau 18 + 5+SPD (B.Arnold) + 10 (D.Tomecko)

Zuschauer: 250

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Aus der Günzburger Zeitung, von Uli Anhofer

Zurück auf dem Boden der Tatsachen

Der kleine Höhenflug des ESV Burgau endet mit einer Klatsche. Jetzt geht es in die Playdowns

Mit einer deutlichen 1:7-Klatsche im Gepäck kehrten die Burgauer Eisbären von ihrem Auswärtsspiel beim VfE Ulm/Neu-Ulm zurück. Der kleine Höhenflug mit zwei Siegen in Folge fand so ein jähes Ende. Nach dieser Niederlage können die Burgauer die direkte Qualifikation für die kommende Landesliga-Saison ad acta legen. Während Ulm mit dem Heimsieg den Klassenerhalt feiern kann, müssen die Eisbären in die Relegation.

Wer gedacht hatte, dass dem ESV nach dem 7:5-Heimsieg gegen Ulm ein erneuter Coup gelingen könnte, wurde schnell eines besseren belehrt. Die Weichen waren früh auf den Ulmer Sieg gestellt. Kyle Armstrong traf schon nach 22 Sekunden für die Gastgeber, die den Rest des Spiels weitgehend dominierten.

Ihren Teil trugen aber auch die Referees bei. Beim Spiel im Ulmer Eisstadion hatten die beiden Schiedsrichter nicht gerade ihren besten Tag erwischt. Schon im ersten Drittel wurden die Angriffe beider Teams immer wieder durch Pfiffe der Unparteiischen unterbrochen. Beim Stand von 2:1 für die Ulmer krachte VfE-Angreifer Patrick Meissner ohne Fremdeinwirkung mit dem Kopf gegen die Bande und die Unparteiischen verhängten gegen Benjamin Arnold eine Fünf-Minuten-Zeitstrafe und eine Spieldauer-Disziplinarstrafe.

Das war aus Burgauer Sicht der Knackpunkt des Spiels. Doch Ulm machte zunächst wenig daraus. Erst wenige Sekunden vor Ablauf der Fünf-Minuten-Strafe trafen die Donau Devils zum 3:1. Dem 4:1 für die Gastgeber ging ein Cross-Check gegen einen Eisbär voraus, die Referees ließen weiterspielen und der Ulmer Fabio Valenti traf ins Schwarze. Von diesem Gegentor erholten sich die Markgräfler nicht mehr und Ulm kam zu weiteren drei Treffern.

„Der Sieg geht für Ulm natürlich in Ordnung, er fiel aber eindeutig zu hoch aus, weil wir auch im letzten Drittel durchaus noch Chancen hatten“, resümierte der ESV-Vorsitzende Werner Gebauer den Auftritt seiner Mannschaft an der Donau. Ulms Trainer Martin Valenti war dagegen sehr zufrieden: „Diesmal hat alles gestimmt. Wir haben eine tolle Leistung gezeigt.“ Damit steht auch fest: Mit Burgau in die Playdowns gehen SC Reichersbeuren, SC Forst und der ESC Kempten. Wer gegen wen antreten muss im Kampf um den Klassenerhalt, steht nach dem letzten Spieltag fest. Am gestrigen Sonntag traf der ESV auf Reichersbeuern. Die Partie war zu Redaktionsschluss noch nicht beendet.

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