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ESV Burgau steht zu Werten – Hurricanes manövrieren sich ins Abseits

Der Sport vermittelt wichtige Werte in der Gesellschaft. Er spornt an, fördert Gemeinsamkeit, Kommunikation, Solidarität und Begeisterung für eine gemeinsame Sache, verbindet Generationen und ist Kultur.

Dazu gehören auch untrennbare Grundwerte wie Fairness, Rücksichtnahme und Respekt gegenüber allen Personen, die uns beim Sport begegnen. Dabei spielt es keine Rolle, ob man für diese Personen nun Sympathie empfindet oder nicht, ob sie der eigenen oder der gegnerischen Mannschaft angehören, ob sie gleicher oder anderer Meinung sind, ob sie als Schiedsrichter, Ordnungskräfte des Veranstalters oder als Polizei ihren Aufgaben nachgehen.

Für diese Werte stehen wir, die Vereinsmitglieder und unsere Sportler des ESV Burgau, uneingeschränkt ein. Wir stehen zur Stadt Burgau, die unseren Verein unterstützt und fördert, und wir stehen zu den Menschen, die unseren Verein beleben, für ihn einstehen oder ihn einfach auch nur tolerieren. In gleicher Weise stehen wir zur Polizei, den Ordnungskräften und dem Sportverband mit seinen Mitgliedsvereinen, ohne die unser Wettkampf- und Veranstaltungsbetrieb nicht möglich wäre.

In den letzten Jahren schlossen sich junge Männer aus der Region zu einer Gruppe zusammen, die sich als Fangemeinschaft unseres Vereins betätigt und sich als „Hurricanes“ bezeichnet. Sie sind keine Vereinsmitglieder des ESV Burgau und damit keine offiziellen Repräsentanten des Vereins, treten aber bei Heim- und Gastspielen der Seniorenmannschaft des ESV als Fangruppe auf.

Leider ist viel positives Fan-Engagement der „Hurricanes“ durch häufiges respektloses, zuweilen sogar durch gezielt provozierendes, ordnungs- und gesetzeswidriges Verhalten Einzelner oder mehrerer Gruppenmitglieder zunichte gemacht worden. Versuche des Vereins, das teilweise unangebrachte Verhalten der Gruppe durch Gespräche und vertrauensbildende Maßnahmen in geordnete Bahnen zu lenken, brachten nicht den gewünschten Erfolg.

Wegen wiederholter Verstöße gegen bestehende Regeln mussten gegen Einzelne der Fangemeinschaft Stadionverbote ausgesprochen werden. Aus Protest und falsch verstandener Solidarität gegen das Stadionverbot, das der ESV Burgau am 27.01.17 für die ganze Gruppe aussprach, um ein Zusammentreffen der „Hurricanes“ mit den „Hooligans“ des SSV Ulm zu verhindern, kam es zu weiteren Regelverstößen und Ordnungswidrigkeiten außerhalb des Eisstadions. Laut Medienbericht und Polizeiangaben brannten die Hurricanes Bengalo-Feuerwerke ab, warfen Böller auf die Straße und erschreckten bzw. gefährdeten auf diese Weise Autofahrer.

Als logische Konsequenz auf die geschilderten Vorkommnisse sind die Stadt Burgau und der ESV Burgau gezwungen, der Fangruppe „Hurricanes“ ein unbefristetes Stadionverbot auszusprechen.

Die Vorstandschaft des ESV Burgau distanziert sich entschieden von Personen, die provozierend oder gar gewaltbereit bei Heim- oder Auswärtsspielen auftreten. Deshalb werden wir auch zukünftig mit aller Entschlossenheit gegen jegliche, von der Polizei identifizierte Personen, die eine Ordnungswidrigkeit oder eine Straftat begangen haben, vorgehen und konsequent ein Stadionverbot verhängen. Dazu stehen wir in engem Kontakt mit der Polizeiinspektion Burgau, die zusammen mit unserem Ordnerpersonal sehr gute Arbeit leistet.

Wir wünschen uns laute, euphorische, engagierte, aber auch faire und friedliche Fans. Gute Stimmung im Stadion ist uns wichtig, aber wir werden dafür auf keinen Fall gewaltbereite „Fans“ in Kauf nehmen! Weiterhin wollen wir bei Auswärtsspielen wieder geachtete und gern gesehene Gäste sein. Wir sind davon überzeugt, dass das alte Motto „Eishockeyfans sind faire Fans“ weiter gelten muss und wird.

Eishockey ist ein begeisternder Sport, der natürlich auch von Emotionen lebt, aber Gewalt darf dabei keinen Platz haben!

Es bleibt zu hoffen, dass in der Fangruppe ein Umdenken hin zur Wertegemeinschaft einsetzt und ein Neuanfang möglich wird. Die Regeln hierzu sind klar.

Die Vorstandschaft des ESV Burgau

 

 

Der Eishockeyfan zeichnet sich dadurch aus …

… dass er seine Mannschaft anfeuert und nicht die Gegner und Schiedsrichter beleidigt,

… dass er sich mit den Fans der gegnerischen Mannschaft gut versteht, sich
über Eishockey austauscht, Freundschaften schließt und Spaß mit ihnen hat,

… dass er Gewalt und Intoleranz ablehnt.