Geschichte

Zahlen / Daten /Fakten

 

29.12.1970

22 Eishockey-Interessierte gründen im damals weithin bekannten Restaurant und Tanzlokal „Zur Knochenmühle“ der Gebr. Ried die Sparte Eislauf im TSV Burgau.

Febr. 1971

Erstes Freundschaftsspiel gegen Ichenhausen auf einem provisorischen Eislaufplatz auf dem Gelände des bisherigen Kunsteisstadions. Ichenhausen siegte 8:4.

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(Gegen Ichenhausen / Oxenbronner Weiher verlor man mit 4 : 8)

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(1971: Das erste Eishockeyspiel in Burgau an der Badstraße)

März 1971

Planung und Bau eines Natureisstadions mit Bande in der Normalgröße 60 x 30 m und Beleuchtung mit 24 000 Watt/h. Die GZ berichtete damals: „16 Verrückte bauen ein Stadion“.

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(Bau des Natureisstadions an der Knochenmühle: Setzen der Lichtmasten)

26.12.1971

Erstes Punktspiel auf Natureis in Lindenberg. Ergebnis: 21:0 für die Allgäuer. Es wurde berichtet, dass der damals 71-jähr. Abteilungsleiter Franz Dertinger die Spielerwechsel per Trillerpfeife von außerhalb der Bande vornahm.

21.01.1972

Fertigstellung des Natureisstadions und erstes Training. Die Wasserzufuhr erfolgte mit einem Feuerwehrschlauch von der Knochenmühle aus. Die Aufwärmung der aktiven „Spritzer“ erfolgte mitunter mittels „Hochprozentigem“, um sich der Kälte zu widersetzen. Pachtvertrag für das Areal der Gebrüder Ried: 1 DM/Jahr. Erster Burgauer Eishockey-Trainer: Fabian Leitner

25.03.1975

Grünes Licht für das Kunsteisstadion durch Bürgermeister Seidler mit seinen Stadträten. Eine Studie von O. Dengler mit demographischen Daten und Argumenten über die Alleinstellung des Stadions in einem Umkreis von 40 km überzeugte nicht nur die Oberen des Bayerischen Eissportverbandes, sondern auch den Burgauer Rat.

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(25.03.1975: Die Weichenstellung für ein Kunsteisstadion im Rathaus in Burgau. Zweiter von links: Franz Dertinger (1. Vorstand des ESV Burgau), 1. Bürgermeister Alfred Seidler, und ganz rechts der Präsident des Bayer. Eissportverbandes E. Gabriel bei der Prüfung der Machbarkeitsstudie des ESV)

Wichtiger Nebeneffekt: Mit der Eisbereitungsanlage wird das Freibad im Wärmetauschverfahren beheizbar und ein großer Anziehungspunkt im Sommer.

15.11.1975

Fertigstellung und Einweihung.

30.12.1975

Neuer Zuschauerrekord gegen Memmingen: 1.250 zahlende Zuschauer. Der Zuschauerdurchschnitt in den Jahren 1975–1990 lag pro Spiel bei 600 Besuchern.

1976/1977

Rekord: Beim Aufstiegsspiel in die Bayernliga in der Saison 1976/77 in Ingolstadt spielte der ESV vor sage und schreibe 3.800 Zuschauern. Burgau unterlag nach 3 :1 Führung noch mit 3:7.

Mit dabei waren damals: Werner Gebauer (heute 1. Vorstand ESV), Peter Ried, Pit Köllner und Jiri Beranek. Spielertrainer damals: Jan Hofmann. Abteilungsleiter: Karl Ehmann. Technischer Leiter: Oswald Dengler.

Peter Köllner gelang es Jahre vorher, die Trainerlegende der 70er Jahre, Jan Hofmann, für viele Jahre – ehrenamtlich – nach Burgau zu holen.

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(Der beste Abwehrblock mit Peter Ried (2). Werner Pertl (1) und Herbert Watzka (3.))

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(Das Team, noch in den grünen Farben des TSV Burgau, vor der Trennung vom Hauptverein)

Bild Mitte: Das Team – damals noch beim TSV Burgau, – das den Aufstieg in die Landesliga schaffte:

Hintere Reihe v.l.n.r.:

1. Spartenleiter Franz Dertinger, R. Köllner, Eschenlohr, Werner Pertl, Peter Ried, Fabian Leitner, Trainerle-gende Jan Hofmann, Ulli Frey, Günther Tietze, Berthold von Stauffenberg, J. Vrbensky, Karl Ehmann, Oswald Dengler.

Vorne v.l.n.r.:

Werner Pertl,, Mannschaftsführer Peter Kölner, Matous, J. Beranek, V. Matous und Helmut Ruder

( Aufnahme entstand 1973).

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(Das Kunsteisstadion kurz vor seiner Fertigstellung 1975)

 

Noch Interessantes aus den Anfangsjahren

1975/1976

Gewinn des Bayernpokals gegen Erkersreuth mit 4:0 vor 800 Besuchern.

22.03.1976

Gewinn des Raiffeisenpokals gegen Denklingen mit 7:4 vor 750 Zuschauern.

14.12.1976

Höchster Sieg des ESV in der Landesliga mit 19:1 gegen Unterpfaffenhofen.

09.03.1978

Meister der Landesliga und Aufstieg in die

Bayernliga. Das entscheidende Spiel gewann der ESV in Burgau mit 4:1gegen Kempten vor 1.100 Zuschauern.

1982/1983

Meister der Bayernliga ohne Heimspiel-Niederlage.

1983/1984

Regionalliga – bisher höchste Spielklasse seit Bestehen des ESV Burgau.

Höchste Zuschauerzahl in dieser Spielklasse: 1.500 Ältere erinnern sich an die spielerische Klasse von Herbert Watzka, Herbert Wilfer, „Norre“ Scheich, Rudl Schneider (Spielertrainer), P. Ried, Werner Gebauer

1988/1989

Freiwilliger Abstieg in die Landesliga.

 

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(Damals ihrer Zeit voraus: Die digitale Stadionuhr vom ESV-Mitglied Udo Weber tat 40 Jahre ihren Dienst)

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(Die besten Spielertrainer: Jan Hofmann und Rudi Schneider (2.und 3. von rechts) schafften es bis in die Regionalliga)

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(Das beste Team des ESV Burgau: 1977/78: Aufstieg in die Bayernliga; 1983/84: Aufstieg in die Regionalliga)

Hintere Reihe v.l.n.r.:

Betreuer Mecki Schneider, Jan Hofmann, Roland Vogel, Uli Frey, Herbert Watzka, Herbert Wilfer, Kurt Jaser, Peter Ried, Steve Oskirko, Peter Köllner, Betreuer Roman Muskietorz.

Vorne v.l.n.r.:

Franz Polidar, Jiri Beranek, Tw Dieter Gackert, Spielertrainer Rudi Schneider, Tw Norbert Frasch, Werner Gebauer (heute 1. Vostand des ESV), Hans Ried und Alfred Wisseborn

19.02.2016

Letztes Spiel im 40 Jahre alten Freiluftstadion: Vor nochmals 700 Zuschauern gewann Burgau mit 7: 6 gegen Trostberg, womit der Klassenerhalt gesichert war. Der ESV Burgau spielt somit auch in der Saison 2016/17 wieder in der Landesliga.

Wenn alles planmäßig verläuft – und danach sieht es aktuell aus – wird die neue EIS-ARENA noch im Oktober 2016 eingeweiht.

Damit beginnt für die Burgauer Eislaufgeschichte eine neue Zeitrechnung und vor allem eine Planungssicherheit für den Eishockeysport sowie für den Publikums- und Eiskunstlauf.

Wie außergewöhnlich groß der Zuspruch für den Eissport in Burgau war, zeigen die Zahlen und Daten nach der Inbetriebnahme des Kunsteises vor 40 Jahren. Die folgenden 20 Jahre kann man durchaus als Boom-Jahre bezeichnen. Der Eis-hockeysport flachte dann mangels einer Halle ab. Die Nachwuchsarbeit konnte nicht in dem erforderlichen Maße betrieben werden, wie das in anderen Orten mit Hallen möglich war. Erfahrene Spieler für Führungsaufgaben und Vorbildfunktionen zogen Vereine mit Überdachungen vor.

2016

Beginn einer neuen Ära für den Eissport in Burgau!

Nun beginnt eine neue Ära für den Eissport in Burgau. Die wichtigsten Argumente für diese Aussage sind die Wetterunabhängigkeit, Planbarkeit und Klimatisierung der Eissport-halle. Was zudem kaum eine Eishalle vorweisen kann, sind temperierte Stehränge durch die Nutzung der Abwärme bei der Eisbereitung. Also keine kalten Füße mehr bei Eishockeyspielen, die bis zu 2 ½ Stunden dauern.

Temperatur in der Halle: circa +12 bis +15 °.