Saisonende: der ESV Burgau bleibt Landesligist

SC Forst – ESV Burgau: 3 – 5 (1-0; 0-2: 2-3)

Wenn eines heute gepasst hat, dann war es die (Selbst-)Disziplin! Egal welche Entscheidung die Schiedsrichter getroffen haben, die Eisbären ließen sich nicht aus der Reserve locken und holten sich somit keine 10er wegen Meckerns ab. Dabei hätte es genügend Gründe dafür gegeben!

Es waren noch keine 10 Minuten gespielt, da bekam David Tomecko beim Stand von 0:0 eine 5+Spieldauer wegen Stockschlags aufgebrummt, Coach Thore Knopf, der schon auf Abwehrspieler und Kapitän Alexander Rehle verzichten musste, verlor einen weiteren Abwehrspieler und musste die Reihen umschmeißen. Auch wenn hier eine Zweiminutenstrafe ausgereicht hätte, blieben die Burgauer ruhig, die Nature Boyz konnten die numerische Überzahl anschließend nicht ausnutzen. Erst kurz vor Drittelende kamen die Gastgeber zur 1-0 Führung durch Bastian Grundner.

Kaum aus der Kabine raus wurden die Eisbären offensiver, es war nur eine Frage der Zeit bis der Knoten platzen würde. Dennis Tausend und David Hornak ließen die mitgereisten Fans aus Burgau zwei Mal jubeln. Als Marco Ziegler beim Stand von 1:1 nach einem Revanchefoul mit der Trage vom Eis getragen werden musste, gab es nicht mal eine Strafe. Bis zum letzten Drittel hatte sich Zíegler aber zum Glück wieder erholt.

Im letzten Drittel mussten die Eisbären eine Strafe nach der anderen absitzen, dennoch kamen sie durch tolle Kombinationsangriffe auf eine komfortable 4-1 Führung (David Heinrich und Boris Drozd), die Nature Boyz schafften es nicht aus den vielen Überzahlsituationen das Spiel noch mal spannend zu machen.
Nach dem 4-2 durch Daniel Ebentheuer schaffte Vladimir Klinga den starken Andreas Scholz im Kasten der Forster zu überwinden, da war das Spiel entschieden. Das 5-3 durch Manfred Guggemos war nur noch Ergebniskosmetik.

Somit bleiben die Eisbären auch nächste Saison in der Landesliga, die 2017/2018 in zwei 12er-Gruppen ausgespielt wird, sollte der Verband nicht kurzfristig andere Ideen aus der Schublade zaubern.

Torfolge:
18:17   1-0   Bastian Grundner (Daniel Stöberl / Manuel Weninger)
24:35   1-1   Dennis Tausend (Benjamin Arnold / Thomas Wangler)
32:32   1-2   David Hornak (Vladimir Klinga / Benjamin Arnold)
43:20   1-3   David Heinrich (Boris Drozd / David Hornak)
47:10   1-4   Boris Drozd (Dennis Tausend)
49:14   2-4   Daniel Ebentheuer (Bastian Grundner / Manuel Weninger)
52:24   2-5   Vladimir Klinga (Boris Drozd)
58:46   3-5   Manfred Guggemos (Daniel Ebentheuer / Matteo Karg)

Strafen: Forst 8 – Burgau 16 + 5+SPD (D.Tomecko)

Zuschauer: 151

*

aus der Günzburger Zeitung vom 20.02.17, von Uli Anhofer

Geschafft! Burgauer bleiben in der Landesliga

Nur im ersten Drittel waren die Eisbären unterlegen. Dabei hatten sie noch mehr als einen Rückstand zu verkraften

Das Eisstadion im oberbayerischen Peißenberg ist ein guter Ort für die Burgauer Eisbären. Der Eishockey-Landesligist machte in dieser 3000-Mann-Arena mit einem 5:3-Sieg (0:1, 2:0, 3:2) gegen den heimischen SC Forst den Klassenerhalt perfekt. Die Burgauer haben damit das zweite Spiel der „Best of three“-Serie gewonnen und gehen damit in die Wettkampfpause.

Nach einer Vorrunde mit acht Teams (Hin- und Rückspiele) musste der Landesligist in die Abstiegsrunde (sechs Teams). Dort schafften es die Burgauer weder auf den ersten noch auf den zweiten Platz, deshalb waren die Play-Downs jetzt notwendig. ESV-Vorsitzender Werner Gebauer empfindet diesen Modus als „unglücklich“. Oftmals sei frühzeitig die Spannung draußen. Das sagte er vor der Partie zu seinem Forster Kollegen Lorenz Barfüßer. Beide kennen sich seit vielen Jahren. Gebauer steht seit 1986 an der Spitze des ESV Burgau, Barfüßer ist seit 1980 Präsident des SC Forst.

Der Burgauer Vorstand beantragte außerdem eine Beobachtung der Begegnung von Verbandsseite. Gebauer machte in den vergangenen Jahren immer wieder schlechte Erfahrungen mit den Schiedsrichtern. „Wenn eine Verbandsaufsicht da ist, dann pfeifen die definitiv besser“, begründete Gebauer. Sein Antrag wurde aber abgelehnt, kein Beobachter kam nach Peißenberg.

Bereits nach acht Spielminuten sah sich der ESV-Chef bestätigt. David Tomecko wurde nach einem Allerweltfoul vom Spiel ausgeschlossen. Außerdem erhielt der ESV-Verteidiger eine Fünf-Minuten-Zeitstrafe. Der bei dieser Aktion verletzte Forster Akteur war beim nächsten Wechsel schon wieder mit auf dem Eis. „Wir haben am Freitagabend definitiv nicht nur gegen sechs Gegenspieler gekämpft“, sagte Werner Gebauer und spielte auf die Referees an. Die Burgauer Akteure seien nicht dafür bekannt, dass sie allzu raubeinig agierten. „Dafür sind unsere Spieler technisch zu versiert – und das gilt nicht nur für unsere Slowaken“, erklärte der Vorsitzende.

Die Eisbären zeigten an diesem Abend große Disziplin und beschwerten sich nicht gegen Zeitstrafen, die die beiden Unparteiischen gegen die Gäste verhängten. Auch der Rückstand, den die Markgräfler kurz vor der ersten Pausensirene hinnehmen mussten, warf die Truppe nicht aus der Bahn. „Jeder einzelne Spieler wollte heute den Sieg, dieser unbedingte Siegeswille hat den Unterschied ausgemacht“, fasste Gebauer nach der Schlusssirene zusammen. Nach dem Sieg in Peißenberg feierten die Eisbären den Klassenerhalt gebührend. Auf der Rückfahrt musste immer wieder angehalten werden, um an Tankstellen Flüssiges mitzunehmen. Und zu Hause angekommen, ging die Sause für einige Verantwortliche und zahlreiche Spieler weiter – dann in einem Lokal in der Burgauer Innenstadt. Mitte März ist noch ein Saisonabschlussspiel geplant. Der genaue Termin steht noch nicht fest.

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